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Träumst du von einem anderen Leben?

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donothing

Foto von Elephotoniric

Wir alle glauben etwas beweisen zu müssen. Zuerst gehen wir in die Schule, doch es reicht nicht sich zu bilden und eigene Interessen zu entwickeln. Wir machen Abitur und denken: „Wir haben’s geschafft!“
Doch ziemlich schnell geht der Spaß von Vorne los. Wir müssen doch etwas machen.

Ja, wir haben Abitur, aber das reicht nicht. Wir fangen an zu studieren. Wir wissen nicht, ob es das ist, was wir später machen wollen, aber wir fangen einfach mal an, denn machen ist besser als nichts machen. Dann haben wir den Abschluss. Wir sind zwar nicht 100% von dem überzeugt, was wir da gemacht haben, aber immerhin haben wir studiert. Wir haben diese anstrengende Zeit hinter uns gebracht und es bis zum Ende durchgehalten. Aber ne Pause gönnen wir uns nicht, denn ein Job ist besser als kein Job, auch wenn er nicht richtig zu uns passt. Wir ziehen in eine größere Wohnung und würden eigentlich lieber durch die Welt reisen. Aber was kommt dann und wohin mit all unserem Kram? Den Job dafür aufgeben? Wir zögern lieber noch so lange bis unsere Freundin schwanger wird. Jetzt brauchen wir den Job aber wirklich, auch wenn wir viel lieber Zeit mit unserem Kind verbringen würden. Und so weiter, ihr wisst was ich meine. Wenns ein gutes Jahr war bleibt vllt. sogar noch was für Urlaub und Weihnachtsgeschenke übrig. Oder auch nicht. Vielleicht haben wir uns dann nach zwei Jahren daran gewöhnt, es immer so zu machen, ja, es fühlt sich auch ganz gemütlich an diese Sicherheit zu haben. Und wir drücken die Gedanken an die Reise, an die private Ausbildung, an den Bauwagen weg, weil träumen zu gefährlich ist und unzufrieden macht.

Was wäre, wenn niemand uns fragen würde: Und, was machst du so?
Was wäre, wenn unsere Eltern uns nie das Gefühl gegeben hätten, dass sie uns mit guten Noten lieber haben? Was wäre, wenn sich unsere Familien keine Sorgen machen würden, nur weil wir mal nichts tun? Was wäre, wenn wir uns keine Sorgen machen würden, wenn wir mal nichts tun?

Wir leben in einer Welt, in der es nicht normal ist nichts zu tun. Wir machen, streben, sind ehrgeizig und kontrollieren zielorientiert unsere Wege. Manche würden sagen, wir sind berechnend. Und was ist wenn ich euch erzähle, dass es eine andere Welt gibt, in der das alles nicht zählt? Eine Welt in der ihr aus eurem Käfig ausbrecht und euch ins dunkle Nichts stürzt, auf das nächste Abenteuer wartet und vertrauen müsst, dass ES, das Leben, Gott euch trägt und etwas Größeres bereithält? Dass es eine alles durchdringende Kraft gibt, die sich wünscht, dass ihr wieder träumt, euch fallen lasst, führen lasst von den leisen, verstummten Stimmen eures Herzens? Ein Universum, das für euch sorgt, wenn ihr wirklich aus dem Herzen lebt und euch traut die Kontrolle über den nächsten Schritt abzugeben?

Jeder kennt das Gefühl draußen auf der Wiese zu liegen: die Sonne scheint auf den Bauch, das Gras kitzelt unsere Arme und die Erde trägt uns. Wir können nicht fallen. Aber wir können aus Angst immer weiter in unserer selbstgewählten Limitierung leben, nie unser volles Potenzial leben. Ich lebe in einer anderen Welt. Es ist eine Welt, die ich mir jeden Tag neu erschaffe. Die ich mit Visionen, Zuversicht und Mut nähre. Eine Welt, die ich vor Zweiflern und Neidern beschützen muss, die mit ihren Sorgen kommen und sie über meine Welt stülpen wollen. Es ist meine Welt, die ich selber gestalte, die auch bröckelt und auseinanderfällt. Dann muss ich sie kleben, alle Teile sorgfältig zusammen sammeln, bis sie wieder Sinn ergibt, meinen eigenen Sinn für mich, nicht für euch. Wir leben alle auf einer Erde. Aber wir leben in tausend verschiedenen Welten, in Millionen von Köpfen und Herzen.

Je länger ich meine Welt aufbaue, destö stärker wird sie, werde ich. Desto öfter erfahre ich, dass jeder Stein und jedes Blatt im Wind für mich platziert ist und eine Botschaft in sich birgt. Ich lache über all die Verbundenheit, das Netz aus Geschehnissen, Zeichen und Wegbegleitern, die mich immer wieder an meinen Platz, meine Aufgabe und an meine Wahrheit erinnern. Das können Wortfetzen in der Straßenbahn, Plakate oder Träume sein. Ich lese meine Welt, denn durch sie lerne ich mehr als durch die Nachrichten, die höre ich schon lange nicht mehr.

Und trotzdem gibt es auch in mir jemanden der Angst hat. Der auf die Erde schaut und zweifelt ob es nicht naiv, romantisch und kindisch ist zu glauben, dass ich alles erfahren und erleben darf, wonach ich mich sehne. Dass ich daran glaube, die Welt mit meinem Wirken zu verändern. Es braucht Zeit und Geduld, Beharrlichkeit und Arbeit auf dem Weg des Vertrauens zu bleiben. Auch ich traue mich manchmal nicht zu träumen. Wenn ich wirklich NICHTS müsste, dürfte ich dann…könnte ich dann…könnte das wirklich wahr werden? Wäre es möglich so zu leben? Aber was ist mit Geld, was ist mit den Anderen?

Was ist, wenn wir uns trauen, unsere Träume weiterzuträumen und sie nicht durch unsere Ängste im Keim zu ersticken? Horcht mal, wie vehement die Stimmen in euch sprechen, die sagen: „Das ist Quatsch, das ist unmöglich, du musst doch…“ Und dann macht das Gedankenexperiment, wie ihr WIKRLICH Leben würdet, wenn ihr euch um all die Sachen, die ABER sagen, nicht kümmern müsstet. Next level dreaming. Dare to dream.

Ein Kommentar

  1. „Wir leben in einer Welt, in der es nicht normal ist nichts zu tun.“

    In unserer Welt muss man was machen, weil sie sonst zusammen bricht. Du machst doch hier was. Der Mensch macht immer was…

    „Und, was machst du so?“ Empfindest du das als Vorwurf? Es ist die einfachste Frage, die sich unbekannte Menschen stellen können und sie bietet eine Fülle an möglichen Antworten.

    Was wäre, wenn keiner was macht? Das ist der Weltraum, aber nicht die Erde.

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